Montag, 2. Mai 2011

Blogparade Teil 3: Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?

Jetzt ist es an mir, eine Frage zur Kunst zu stellen, nachdem Andreas Mattern nach der Notwendigkeit des seriellen Arbeitens und Julia Tepasse die Wichtigkeit des konzeptionellen Arbeitens erfragt haben.

Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?

Ich glaube, handwerkliche Fähigkeiten erhöhen die Möglichkeit des künstlerischen Ausdrucks. Sie begrenzen nicht, sondern tragen zu den gestalterischen Freiheiten bei.
Wie seht ihr das? Ich freue mich auf Eure Kommentare. Unter allen bis zum  8. Mai 2011 bis 12 Uhr eingegangenen Kommentaren verlose ich mein Pastellbild "Harlingen". Den Gewinner gebe ich am gleichen Abend bekannt. Als zweiten Preis gibt es eine Überraschung der Firma Hahnemühle.

Oliver Kohls, Harlingen,
Pastell auf Sandpapier, ca. 40x30cm, 2011
Auch ich werde einfach alle KommentatorInnnen auf verschiedene Zettel schreiben, diese in eine Schüssel werfen und eines meiner Kinder ziehen lassen. Viel Erfolg!

If you want to win my painting "Harlingen" which is shown above, just comment and tell me your thoughts on the following question: Does art need some sort of craftsmanship as a foundation? On May 8th at noon the winner will be chosen at random amongst all who commented.

Kommentare:

  1. Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?

    Betrachtet man die Kunstgeschichte, gab es wenige Genies, die, ohne Studien und Lehren großartige künstlerische Wege beschritten und die Kunstgeschichte beeinflusst haben. Für alle anderen war gerade das Studium, learnig by doing, wertvolle Grundlage für ihr Schaffen.

    Ich selber habe bis Sommer 2006 ausschließlich autoditakt gearbeitet und habe sehr oft meine Grenzen bemerkt. Irgendwann kam der Zeitpunkt, wo mir das Lesen und eigenständige Lernen zu mühsam und nicht mehr genug war. Das war auch der Zeitpunkt, wo ich mich um eine Ausbildung bemüht habe. Ich habe in 2 Jahren alle Materialien mit ihren Stärken und Schwächen kennen gelernt, verschiedenste Techniken und Stile erarbeitet und studiert und mir damit einen wesentlichen und wichtigen Überblick verschafft. Auch durch das Lernen der Kunstgeschichte habe ich mir ein Maß an Verständnis für die Kunst erworben und habe festgestellt, dass ich mich jetzt nicht mehr mit den Materialien und Techniken plagen muss, sondern mich auf die Entwicklung meiner Ideen und Konzepte konzentrieren kann. Das erleichtert mir das Arbeiten sehr.

    Für mich also ein klares: JA, Kunst braucht handwerkliche Grundlagen. Ich gehe auch soweit zu sagen, dass es nicht nur notwendig ist, handwerkliche Grundlagen zu erlernen, sondern sie auch in vielen ihrer Facetten zu erproben.

    Die Antworten zu den anderen Fragen der Blogparade findet Ihr unter http://petra.tragauer.at

    Ich wünsche Euch eine weiter spannende Woche und sende liebe Grüße

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  2. Nach meine Meinung auch JA. Ich glaube Grundlagen zu lernen sind wichtig für den eigene Weg und Stil zu finden.Jede Pflanze braucht einen Boden und Nahrung um zu wachsen.lg,Suzi

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  3. Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?
    da ich keine Künstlerin bin, kann ich diese Frage nur laienhaft beantworten, entweder gefällt mir ein Bild, oder nicht. Schaut man sich aber mal in einem Künstleratelier um, sieht man wieviel Handwerk beim Malen zugrunde liegt. Ob man Ölbilder Pastell-oder Bleistiftzeichnungen malt, setzt doch das Beschäftigen mit dem "Handwerkszeug" vorraus.Die verschiedenen Techniken auszuprobieren, dazu noch ein grosse Menge an Fantasie und Können lässt ein Bild dann entstehen.

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  4. Hallo,
    gute Frage! Ich denke, es kommt darauf an was man darstellen will. Jede Technik braucht eine andere Grundlage, vielleicht auch eine handwerkliche. Eines ist aber sicher -es braucht immer Übung, nur so kann eine Weiterentwicklung stattfinden. Ich verfolge schon lange verschiedene Kunstentwicklungen und stelle fest, dass nicht das handwerkliche Können im Vordergrund steht, sondern die Idee für eine nie zuvor gezeigte Sache. Das macht die Kunst einmalig und interessant. Liebe Grüße aus dem Süden Tanja

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  5. Hallo Oliver,
    manchmal braucht man handwerkliches, machmal steht es einem im Wege. Wenn ein Künstler neugierig ist und alles auspropiert, dann öffnen sich auch die handwerklichen Türen nach und nach. Diese Fähigkeiten können auch hinderlich sein, da sie einen prägen hin zur Genauigkeit usw.. Darunter leidet oft Spontanität und Kreativität bei der Arbeit.
    Gruß Günther

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  6. Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?

    Ja, ich denke schon, denn nur so ist es dem Künstler möglich, eigene Ideen zu verwirklichen.

    LG Bärbel

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  7. Interessante Frage:))
    Natürlich sollte man seine Werkzeuge auch richtig benutzen können, sonst wird das nix:((
    Kunst ist und bleibt kreatives Handwerk, je besser wir mit den Mitteln umgehen können, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man mit dem Resultat zufrieden ist. Einen wichtigen Faktor habe ich jetzt auch noch vergessen: Die Idee:))))
    Wünsche einen guten Blogparadenstart,
    beste Grüße aus Hamburg,
    Julia

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  8. Ich beantworte die Frage auch mit einem entschiedenen Ja. Ich kann noch soviele Ideen haben, wenn ich aber nicht weiß, wie ich meine inneren Bilder umsetzen kann, dann bleiben sie in meinem Inneren oder dann für mich unvollkommene Ergebnisse. Das meine ich zum einen, was Materialkunde, Farbenlehre, Bildkomposition usw. angeht... das Beschäftigen mit unterschiedlichesten Medien, das Kennenlernen und Ausprobieren ist wichtig, um zu wissen wie ich wann was einsetzen muss, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Und ebenso wie ein Musiker, Tänzer oder Sänger üben muss,ist das Skizzieren und Zeichnen und damit das Sammeln von visuellen Eindrücken in Verbindung mit Stimmungen, Gerüchen und Geräuschen wichtige handwerkliche Übungen für mich, um daraus Ideen zu schöpfen oder zu entwickeln.

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  9. Hallo Oliver,
    ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deiner Blogparade und eine spannende Woche .

    Frank

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  10. Das ist so eine Sache.
    Zum einen kommt es darauf an, was für ein Motiv ich malen möchte. Ist es etwas Gegenständliches, ist es sicher hilfreich eine handwerkliche Grundlage zu haben. Dann weiß ich viel mehr über Perspektive, Proportionen, Lichtführung, habe das zu einem gewissen Grad schon verinnerlicht. Aber ich denke, dass es dann schwieriger wird, einfach mal loszulassen und drauflos zu experimientieren. Man steht sich dann evtl. selbst im Weg mit seinen handwerklichen Fähigkeiten und daraus resultierenden Ansprüchen.
    Ich glaube, wichtiger als die handwerkliche Grundlage ist die Erfahrung.
    Eine Freundin von mir pfeift auf Handwerk und malt die schönsten Bilder. Die sprühen einfach vor Lebendigkeit und Farben.
    Letztlich gibt es keine allgemeingültige Regel.
    Hauptfaktor ist Spaß an der Malerei. Möchte man realistisch malen, benötigt man sicher handwerkliche Grundlagen bzw. längere Erfahrung, möchte man eher intuitiv, abstrakt malen, reicht vielleicht auch das Gefühl für Farbe und Form.

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  11. Danke für die interessanten Kommentare. Ich versuche mir die handwerklichen Grundlagen beständig zu erarbeiten, wobei mir auch das (Selbst-)Studium klassischer Werke hilft. Ob dabei meine Spontanität leidet, kann ich nicht beurteilen, ich weiß ja nicht wie spontan ich ohne meine Studien wäre :-)) Da bei mir die Bilder überwiegend im Kopf entstehen, bevor ich mich an die Staffelei setze, wird es wohl nicht so gravierend sein.

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  12. Hallo zusammen! Ja ich glaube auch, dass handwerkliche Grundlagen wichtig sind. Was man einmal gelernt hat, vergisst man nicht. Wie schon geschrieben wurde, Perspektiven, Licht und Schatten sollte man schon mal unter Anleitung gelernt haben. Ich bin froh, dass ich in jungen Jahren den Unterricht hatte und später viele Workshops besucht habe. Es kommt vor, dass ich etwas Neues machen möchte, aber ich die Technik nicht beherrsche und dann suche ich mir eine Künstlerin, die es in ihren Kursen anbietet.
    Allerdings gibt es ja auch Künstler, die soviel Talent haben, dass sie aus allen Materialien etwas zaubern können.

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  13. Ich bin ja der Meinung, dass vieles, was als Kunst bezeichnet, letzendlich nichts anderes ist als Handwerk. Die Zeichnung, das Beherrschen der verwendeten Materialien, Grundlagen der Komposition, etc., etc., all das lässt sich erlernen und damit ein (Kunst?)Werk schaffen. Was das Werk nun erst zur Kunst macht, ist das Aufbrechen dieser handwerklichen Grundlagen, das Verlassen ausgetretener Wege und das Einbringen von Neuem (neue Techniken, neue Motive, neue Aussagen). Das Handwerk (und sei es eine noch so banale handwerkliche bFähigkeit) ist also ganz definitiv die Grundlage aller Kunst. Um echte Kunst zu machen reicht dies aber allein nicht. (Ich weiß, dass ich damit einen sehr engen Kunstbegriff habe, aber da stehe ich zu.)

    Gruß
    Christian

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  14. Aus meiner Erfahrung heraus kenne ich wunderbare Kuenstler mit starker handwerklicher Technik, aber auch jene, die rein intuitiv, ungeuebt mit dem herumfuhrwerken, was ihnen in die Haende kommt. Sie unterscheiden sich von ersteren dadurch, dass sie voellig frisch, unkompliziert unf frei, intuitiv Materialien und Werkzeuge spielerisch erkunden. Wenn man denen einen Lehrgang aufzwingen wuerde, waere alles verloren. Ihre Kunst lebt von den aufgezaehlten Moeglichkeiten, ist sehr individuell und teils ueberraschend kreativ. Andererseits liegen auch eine Menge das Handwerk gut beherrschender, in meinem Augen auch nicht ueber das Handwerk hinausgehender, Spezialisten auf der Strasse, die Kitsch produzieren und damit so manches Herz erfreuen koennen. Ohne individuelle Botschaft hat das alles nur bedingten Wert fuer mich. Genauso ist es mit den Arbeiten, deren Botschaft spannend/wertvoll erscheint, wo es aber eines winzigen Schubes an handwerklichem Koennen gebraucht haette, um ein Kunstwerk daraus zu gestalten.

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  15. Als Anfängerin stelle ich fest, daß handwerkliches Können und das Wissen über Materialverhalten unabdingbar sind um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. - Und da ist das Motiv noch nicht umgesetzt, d.h. Skizze, Aufbau, Perspektive etc. eines Bildes bezeichne ich in der Umsetzung ebenfalls als handwerkliches Können. Die Idee, die Komposition, passende Materialwahl, Ausdruck - das ist dann die künstlerische Seite.

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  16. Es kommt auf die Idee und die Kunstform an, wie viel handwerkliches Können gefragt ist. Ein abstrakter Farbkontrast erfordert sicher weniger Handwerk als ein photorealistisches Gemälde.
    Umgekehrt ist natürlich ein sehr guter Handwerker eher in der Lage eine gute Idee umzusetzen als jemand dessen Ideen von seinen technischen Fähigkeiten limitiert werden.

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  17. Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage.
    Hier muss ich klar mit ja antworten und hoffe, dass diese Antwort auch ankommt, wenn es diesmal klappt, kann ich noch eine länge Antwort auf meinem Blog: http://bilderbuch2.wordpress.com/
    einstellen, ansonsten bleibt es bei dieser knappen Antwort.

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  18. hier die längere Antwort, wie versprochen.

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  19. Hallo Oliver,

    eine interessante Frage die gar nicht so leicht zu beantworten ist. Einem beeindruckendem Kunstwerk sieht man nicht unbedingt an, ob eine handwerkliche Grundlage ausschlaggebend war, aber ein beeindruckendes Kunstwerk ist ohne einen gewissen Geist/Zauber/Seele nicht denkbar. Auf der anderen Seite kann ein handwerklich phänomenal gutes Werk ohne eine persönliche Aussage sein und nur handwerklich beeindruckend. Dennoch glaube ich, dass KünstlerInnen die es mit der Kunst ernst meinen, immer auch handwerkliche Grundlagen wollen und sie sich meist mit viel Disziplin und Ausdauer aneignen, egal wie. Man kann dann besser aus dem Vollen schöpfen, und muss dann aufpassen, dass das Handwerkliche keine zu große Rolle einnimmt.
    viele Grüsse
    Helen (eine von den 10 Beteiligten )

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  20. Ja.
    Warum selber Grenzen setzen?

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  21. Kunst braucht Neugier und Leidenschaft und Ausdauer. Das Handwerk kommt dann meist von allein dazu.

    Kunst kommt von Können.
    Und Können kommt von üben.

    Denn bei der intensiven Beschäftigung mit einem Thema über einen längeren Zeitraum, wächst auch immer das Verständnis.

    Handwerk ohne Leidenschaft ist Handwerk, und keine Kunst.

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  22. Meine Antwort dazu ist ein entschiedenes "JA"! Ich denke, die vielfältigen handwerklichen Grundlagen der Maltechnik (gutes Basiswissen über Mal- und Zeichentechniken sowie fundierte Materialkenntnisse) machen es dem Künstler erst möglich, seine Ideen und inneren Bilder zu verwirklichen und darzustellen. Selbst das beste künstlerische Konzept bleibt erfolglos, wenn eine solide Ausführung und Übertragung auf den Maluntergrund nicht möglich ist. Dennoch ist das Handwerk in der Kunst eindeutig der Bildidee untergeordnet.
    LG von Rosie

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  23. ein definitves ja! ich bin der meinung, das nur,wenn ich mein handwerk quasi im schlaf beherrsche, es möglich ist, alles loszulassen und vollkommen frei zu arbeiten.
    eine erfolgreiche blogparade wünsch ich dir und noch viele interessante meinungen und kommentare!
    liebe grüße
    anna

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  24. meine ergaenzung zum post (Julia)

    Jean-Michel Basquiat hinterließ als Autodidakt, der sich um traditionelle Kunst einen Dreck scherte, mehr als 1000 Gemälde und Objekte sowie 2000 Zeichnungen... und das ohne jegliche Ausbildung.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Michel_Basquiat

    lg
    Irisnebel
    http://irisnebel.wordpress.com/

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  25. Eva Rathmacher3. Mai 2011 um 18:19

    Ja. Nur wenn man sein Handwerk beherrscht hat man die Freiheit seine Ideen um zu setzen.

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  26. Bin überwältigt von den vielen Kommentaren und den vielen Besuchern. Danke! Wenn ich richtig gelesen habe, stimmen alle meiner Frage grundsätzlich zu, wobei sich aus den unterschiedlichen Antworten wieder weitere Fragen ergeben. Doch ich bin lieber ruhig, nicht dass ich den nachfolgenden KünstlerInnen die Frage vorwegnehme.
    Aufgrund einiger Nachfragen hier noch eine Erklärung:
    Ihr braucht Eure E-Mail Adresse nicht in den Kommentar zu schreiben, ich werde den Namen des Gewinners am Sonntag bekannt geben und der- oder diejenige kann mir dann eine E-Mail schicken.
    Viele Grüße
    Oli

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  27. man muss etwas wollen, lust haben darauf....ist wie mit dem schwimmen, fahrrad fahren....hatte man da eine grundlage ausser gliedmassen und gleichgewichtssinn?....die grundlage kommt währenddessen, man nimmt sie sich an und manchmal kommt dabei vielleicht was anderes raus als gedacht, man lernt gut tauchen oder gut fallen, haha....naja....ich wollt ursprünglich mal aquarellieren ....
    also was ich damit sagen will, eine kleine handwerkliche grundlage hat jeder...2 hände....nun ran !

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  28. Petra N. =artep-gnitlon4. Mai 2011 um 18:26

    Auch ich kann dem allen nur zustimmen.
    Anfangs gedacht nur auszuprobieren, war es mir selber nach der Zeit zu wenig.
    Ein neu dazu lernen -treiben lassen--mit dem gelernten--
    Auf der Stelle stehn bringt mir selber keine befriedigung, deswegen schnupper ich gerne überall mal rein und lerne neues immer wieder dazu. Was mich interessiert halte ich länger aus -wenn etwas nicht funktioniert mache ich es trotzdem und dann erst recht --
    so kann auch gerne das erlernte mit dem dem ungelernten zusammenkommen...
    immer neugierig bleiben und dazu lernen ist eine wunderbare kreativität...also kurzum auch ein JA von mir.
    glg
    Petra N.

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  29. Hier kommt mein "JA"

    Ich habe es auf meinem Blog ausgeführt!

    http://susannehaun.wordpress.com/2011/05/04/pferdeskizzen-und-das-handwerk-in-der-kunst-susanne-haun/

    Es ist wieder eine tolle neue Frage, Gruß Susanne

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  30. Ich persönlich glaube, dass diese Frage mit einem deutlichen Ja beantwortet
    werden muss, sofern unter handwerklicher Grundlage die technisch-kreativen Fähigkeiten
    des Künstlers gemeint sind.
    Denn ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Künstler, der ein Kunstwerk kreiert durchaus über handwerkliche Grundlagen verfügt.
    Vielmehr ist es der Grad der Technik des Schaffens, der die Komplexität
    des Kunstwerkes in sich bestimmt. Je ausgeprägter die Technik des
    Künstlers, desto vielfältiger das Portfolio aus dem sich der Künstler bedienen kann, um seine Kunstwerke zu schaffen.

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  31. Eigentlich müsste ich die Antwort verweigern, aber weil es den Gewinnköder gibt:
    Ja. Natürlich.
    So eine schöne Erwiderung von Susanne Haun:
    „Es ist mein Handwerk, sehen zu können.“ Das erwärmt mein Kameramannherz!
    Die Handwerkfrage ist eigentlich eine so pausbäckige Frage,
    weil sie aus der Kunst raus führt, ein-um-den-heißen-Brei-herumreden.

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  32. Es freut mich, dass ich heute schon eine gute Tag begangen habe, Falk!

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  33. Als erstes braucht man eine Idee oder Inspiration. Ohne diese nützt einem auch das beste handwerkliche Geschick nichts. Kann man allerdings seine Idee nicht umsetzen, weil man die Technik nicht beherrscht, d.h. keine handwerkliche Grundlage hat, dann wird die Kreativität ebenfalls gebremst.
    Das eine geht nicht ohne das andere, wobei die Techniken zu erlernen ein Teil des Spaß am Malen ausmacht - für mich zumindest. Es gibt immer wieder neue Techniken und Möglichkeiten zu erforschen. Und jeder entwickelt ja seinen ganz eigenen Stil.
    Ich male z. B. am liebsten Aquarelle. Damit habe ich mich intensiv beschäftigt und habe viel mehr Ausdrucksmöglichkeiten entwickelt als ich es z. B. mit Bildhauerei hätte.

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  34. Wie will ich meine Ideen umsetzen, wie meine kreativen Möglichkeiten und Fähigkeiten denn voll nutzen, wenn ich mein Werkzeug nicht beherrsche? Vollkommen egal ob ich meine Werke mit Pinsel und Leinwand, Stift und Papier oder Hardware und Software umsetze. Ohne handwerkliches Können wird das mit der Kunst nix.
    Wichtig finde ich auch, sich ständig weiter zu entwickeln, auch mal andere Techniken oder Stilrichtungen aus zu probieren.

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  35. Hallo,
    ich denke, dass man sich nur selbst im Weg steht, wenn man das Handwerk nicht beherrscht, das bedeutet ja, dass man das, was im Kopf ist, nicht so ausdrücken kann wie man es sich vorstellt, das ist dann schon deprimierend, wenn es daran scheitert.
    Das Handwerk ist sogesehen einfach das Werkzeug das auszudrücken was an möchte und je besser man es beherrscht desto freier und vor allem treffender kann man sich ausdrücken.

    Andersrum, wenn man unbedingt etwas ausdrücken möchte, wird man womöglich so lange rummachen, bis einen das Ergebnis zufrieden stimmt und somit lernt man das Handwerk Stück für Stück, "learning by doing" dann eben.....
    Lg Verena.

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  36. Hallo Oliver,

    hier ist meine Meinung zu Deiner Frage:

    http://frankhess.wordpress.com/2011/05/06/braucht-kunst-eine-handwerkliche-grundlage/

    Wünsche Dir weiterhin eine rege Teilnahme und interessante Kommentare.

    Gruß, Frank

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  37. Handwerkliche Grundlage ist für mein Verständnis von Kunst nicht erstrebenswert, ja sogar ein Hindernis. Ich bevorzuge: Chaos, Zufall, Zerstörung, Wiederaufbau, Gefühl, Herz, Traum, Meditation, Langeweile, Tiefe ... alles Technische würde mich davon abhalten.
    MfG
    Wloka

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  38. Da ich leider noch zu den Anfängern zähle obwohl ich nicht jung bin, merke ich wie schwer es ist etwas so zu gestalten wie man es sich vorstellt. Moderne Kunst braucht kein Können mehr, das stimmt. Moderne Kunst muss nicht einmal mehr etwas darstellen. Es genügt das Konzept. Mir persönlich ist das zu wenig. Vielleicht weil ich das Kunstverständnis an sich aufgrund meines Alters hinterfrage. Ich glaube, Kunst ist in erster Linie leider derzeit ein Spekulationsobjekt. Deshalb wird weder nach ästhetischen Überlegungen, noch nach Fachkönnen beurteilt, sondern danach, wie spektakulär ein Kunstwerk ist, bzw. wie interessant sich ein Künstler gibt. Oft ist Kunst mehr Show als Talent. Ich meine es sollte alles stimmen. Das Konzept, das Können und die Ästhetik. Oder sagen wir besser so: ein Kunstwerk sollte nicht nur intellektuell anspruchsvoll sein, wie das heute verlangt wird, sondern es sollte auch emotional ansprechen. Dazu braucht man Intellekt, Kreativität, Farb- und Formempfindung, aber auch Handwerk. Man macht Kunst noch immer in erster Linie für andere. Man sollte sie nicht nur für Museen machen, sondern auch für Menschen die sich nicht über Kunst den Kopf zerbrechen wollen, oder können. Dazu braucht man Technik und die muss man lernen.

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  39. Hallo Oliver,
    ich habe auch noch einen Artikel in meinem Blog zu Deiner Frage veröffentlicht. Ich habe zwei Fragen daraus abgeleitet:
    - Handwerkliche Grundlagen und Mühen versus Talent
    - Handwerkliche Grundlagen für abstrakte Kunst?

    Wenn Ihr mögt, schaut doch mal in meinen Blog ;-)
    http://frankkoebsch.wordpress.com/2011/05/07/blogparade-teil-3-braucht-kunst-eine-handwerkliche-grundlage/
    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende, Dir und den Gewinner ein spannende Verlosung.

    Frank

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  40. Hallo Oliver,
    Glückwunsch im WIKIO Ranking bist Du von 25917 auf Platz 3578 katapultiert ;-)))))))))))

    Schönen Abend - Frank

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  41. "Handwerkliche Grundlage ist für mein Verständnis von Kunst nicht erstrebenswert, ja sogar ein Hindernis. Ich bevorzuge: Chaos, Zufall, Zerstörung, Wiederaufbau, Gefühl, Herz, Traum, Meditation, Langeweile, Tiefe ... alles Technische würde mich davon abhalten."

    Das glaube ich nicht. Deinen Bildern sieht man viel handwerkliches Können und technische Beherrschung der Mittel an. Sicher nutzt du oben genannte Aspekte, aber auf jeden Fall auf der BAsis einer guten handwerklichen Grundlage.

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  42. Man sagt doch, 40% aus dem Bauch, der Rest ist Handwerkliche Begabung oder auch Talent genannt

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Ich freue mich über Kommentare zu meinen Bildern. Please leave a comment I appreciate your feedback.